Sterntaler

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Sterntaler

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Es war einmal ein kleines Mädchen, das hatte keinen Vater und keine Mutter. Sie waren gestorben und waren jetzt tot. Das Mädchen war so arm, dass es kein Zimmer mehr hatte zum wohnen und kein Bett zum schlafen. Es hatte nichts, nur die Kleidung, die es anhatte und ein Stück Brot in der Hand, das ihm ein anderer Mensch gegeben hatte.

Es war aber ein gutes und liebes Mädchen. Weil es niemanden auf der Welt mehr hatte, ging es auf die Straße, durch die Stadt und auf ein Feld hinaus. Da sah es einen armen Mann, der sprach „ach, gib mir etwas zu essen, ich bin so hungrig.“ Es gab ihm das ganze Stück Brot, sagte „Guten Appetit“ und ging weiter. Da kam ein Kind das weinte und sprach „mir ist so kalt an meinem Kopf.“ Da nahm es seine Mütze ab und gab sie dem Kind. Und als es noch eine Zeit gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Hemd an und ihm war auch sehr kalt: da gab es ihm sein Hemd. und noch weiter, da wollte ein anderes Kind einen Rock, das gab es auch den Rock zu dem Kind.

Endlich kam es in einen Wald, und es war schon dunkel geworden, da kam wieder ein Kind und bat um ein Unterhemd, und das liebe Mädchen dachte: „es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand, du kannst dem Kind dein Hemd geben,“ und es zog das Hemd aus und gab es auch ab. Und so stand es und hatte nichts mehr. Da fielen plötzlich die Sterne vom Himmel, und wurden zu großen, hellen Goldtalern. Das Mädchen hatte sein Hemd einem anderen Kind gegeben, aber plötzlich hatte es ein neues viel schöneres an. Es nahm sich die Goldtaler, steckte sie in das Hemd und war reich für sein ganzes Leben.

“Sterntaler” by Jacob Ludwig Grimm and Wilhelm Carl Grimm 
adapted from: http://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/die_sterntaler

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