Eine Puppe zu Weihnachten

Deutsch’s Docs Intermediate Eine Puppe zu Weihnachten

Dr. BenikoMason heard this story at Church when she was still a member of a Christian Church. Beniko rewrote it according to her memory.

Eine Puppe zu Weihnachten

Vor langer, larger Zeit lebte einmal ein Junge. Er half seiner Mutter und seinem Vater auf ihrem Hof. Seine Eltern liebten ihn sehr. Sein Name war Peter und er war 12 Jahre alt.
Eines Tages, am Tag vor Heiligabend, sagte Peters Vater, morgens nach dem Frühstück: ”Peter, du warst so ein guter Junge. Deine Mutter und ich haben beschlossen dir sechs silberne Münzen zu Weihnachten zu schenken. Du darfst dir kaufen was immer du möchtest.” Der Vater gab Peter das Geld und Peter war glücklich. Er hatte sich schon lange Schlittschuhe gewünscht.
An dem Nachmittag ging Peter in die Stadt um nach einem Paar Schlittschuhen zu schauen. Er ging in ein Geschäft und schaute sich um, konnte aber nichts finden, was ihm gefiel. Er wollte gerade wieder gehen, als er ein kleines Mädchen in das Geschäft kommen sah.
Das Mädchen war dünn und sah hungrig aus. Ihre Jacke hatte Löcher und war dreckig. Sie ging in die Ecke in der die Puppen standen. Sie hob eine Puppe hoch und drückte sie an sich. Sie berührte sanft ihr Kleid und spielte ein wenig mit der Puppe. Dann seufzte sie: “Irgendwann.” Sie legte die Puppe wieder ins Regal. Das Mädchen schaute sich um und sah eine andere Puppe in einer anderen Ecke des Ladens. Sie ging herüber, nahm sie hoch, berührte ihr Kleid und seufzte wieder “Irgendwann.”
Das Mädchen wollte gerade den Laden verlassen, da sah sie eine weiter Puppe. Sie hielt die Puppe fest und wurde ganz still. Der Moment verging. Das Mädchen sah die Verkäuferin an und fragte: “Gibt es hier eine Puppe, die nur eine Silbermünze kostet?” Die Verkäuferin sah das Mädchen mit Verachtung an und sagte: “Nein! Alle Puppen hier kosten 5 Silbermünzen oder mehr.” Das Mädchen legte die Puppe wieder hin und ging ohne ein weiteres Wort aus dem Geschäft.
Peter beobachtete all dies und konnte es nicht länger ertragen. Er fragte die Verkäuferin: “Wie viel kostet die Puppe?” “Sechs Silbermünzen,” sprach die Frau. Peter antwortete: “Ich kaufe sie.” Schnell kaufte er die Puppe und lief dem Mädchen hinterher um sie ihr zu geben. Das Mädchen war so glücklich, sie strahlte übers ganze Gesicht und bedankte sich. Dann setzte sie sich auf den Bürgersteig und streichelte die Puppe.
Peter war zufrieden und glücklich. Er war froh etwas Gutes für einen anderen Menschen am Tag vor Weihnachten getan zu haben. Er hatte nichts für sich selbst gekauft, aber er hatte dem armen Mädchen die Puppe gekauft. Weihnachen ist das Fest der Liebe und er war froh, dass er dem Mädchen helfen konnte. Er ging nach Hause und erzählte seinen Eltern von seiner guten Tat. Sie waren stolz auf Peter und seinen Akt der Nächstenliebe. Sie freuten sich, dass Peter dem Mädchen geholfen hatte.
Als Peter an diesem Abend ins Bett ging, dachte er an das arme Mädchen. Er fragte sich, was sie mit der Puppe machen würde. Es war eine kalte Nacht doch schon bald wurde Peter warm in seinem Bett und schlief ein.
Am nächsten Morgen, als der Junge zum Frühstück runter ging, unterhielten sich seine Eltern über ein armes Mädchen, das tot auf der Straße gefunden wurde. “Das arme Mädchen schlief im Schnee auf der Straße ein. Es war so kalt, dass es erfror. Viele Leute weinten um das Mädchen als sie es auf der Straße liegen sahen.”
Die Mutter sprach weiter: “Das Mädchen hielt eine Puppe im Arm als es einschlief. Bevor es eingeschlafen war, hatte das Mädchen seine Jacke ausgezogen und der Puppe gegeben. Das Mädchen hatte fast nichts an, aber die Puppe hatte die Jacke an. Das Mädchen liebte die Puppe so sehr, dass es seine einzige Jacke der Puppe gegeben hatte, um sie warm zu halten.
Das ist der Geist der Weihnacht. Du opferst was du hast für andere, weil du andere mehr liebst als dich selbst. Auch Peter tat das. Und das Mädchen liebte ihre Puppe so sehr, sie gab ihr Leben um sie warm zu halten.