Die Legende von St. Martin

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Vor langer, langer Zeit da lebte ein Mann. Der Mann hieß Martin. Martin hatte einen Helm auf dem Kopf, ein Schwert, einen Umhang und ein Pferd, auf dem er ritt. Martin war ein Soldat und hatte ein Schwert, aber er kämpfte nicht mit dem Schwert, denn Martin liebte alle Menschen. Er war ein guter Mann.
Wenn Martin hungrige Menschen sah, dann gab er ihnen sein Essen. Wenn Martin arme Menschen sah, dann gab er ihnen sein Geld. Wenn er kranke Menschen sah, dann half er ihnen wie er konnte. Die Menschen liebten Martin und sagten: „Martin ist ein guter Mann!“
Eines Wintertages ritt Martin auf seinem Pferd in die Stadt. Es war eiskalt und es schneite. Auf der Straße saß ein armer Bettler. Der Mann war so arm, er hatte fast keine Kleidung. Die Menschen sahen den armen Bettler nicht, aber Martin sah ihn und wollte ihm helfen. Er dachte: „Wie kann ich dem Bettler helfen? Ich habe nur einen Helm, ein Schwert, ein Pferd und einen Umhang.“ Da hatte er eine Idee. Er nahm sein Schwert und seinen Umhang und schnitt den Umhang in zwei Teile. Einen Teil gab er dem Bettler, den anderen Teil nahm er für sich. Der Bettler war glücklich und warm und rief: „Martin ist ein guter Mann!“
Eines Tages wollte Martin kein Soldat mehr sein. Er wurde ein Mönch und gab alles was er hatte den anderen Menschen. Da geschah es, dass die Kirche einen Bischof suchte. Die Menschen liebten Martin so sehr und wollten, dass Martin der neue Bischof wird. Martin wollte aber nicht Bischof werden und er rannte aus der Stadt und versteckte sich in einem Stall. In dem Stall waren aber auch Gänse und die wurden lauter und lauter als die Menschen kamen, die Martin suchten. Sie fanden Martin in dem Stall und fragten Martin: „Bitte, wirst du der neue Bischof?“ Martin sagte ja und weil er so ein guter Mann und der neue Bischof war, wurde er von allen „St. Martin“ genannt.
Die Kinder in Deutschland feiern St. Martin noch heute. Am 11. November haben die Kinder ein Laternenfest und singen.